Steinmuseum, Örberga

Museen

Das Sancta Birgitta Klostermuseum hat nach einer Corona-bedingten Pause wiedereröffnet und begrüßt den Besucher mit einer umgestalteten Ausstellung und zwei Sonderausstellungen.

Die achtzehn weiteren Museen der Gemeinde und die permanente Ausstellung über den Chemiker Jöns Jacob Berzelius, Entdecker von fünf Elementen und Begründer des chemischen Periodensystems, zeugen von einer unerhört großen Bandbreite und Qualität.

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Mårten Skinnares Haus. Foto: Bernd Beckmann

Vadstena Hospital

In Vadstena wurde 1826 Schwedens erstes Zentralhospital für Geisteskranke eingerichtet und Schwedens erster Arzt in der Psychiatrie – Georg Engström – angestellt. Vadstena hatte gute Voraussetzungen als Hospitalstadt. Die Stadt konnte bereits auf eine jahrhundertelange Hospitalstradition zurückblicken: Mårten Skinnares Hospital, gegründet 1519, sowie das Heiliggeistspital, das bereits zur frühen Klosterzeit im Jahre 1400 eingerichtet worden war. 140 Jahre lang war außerdem das ehemalige Nonnenkloster als staatliches Kriegsinvalidenheim (1643–1783) benutzt worden.

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Mårten Skinnares Grab. Foto: Bernd Beckmann

Kloster Vadstena

1346 testamentierten König Magnus Eriksson und Königin Blanka ihren Königspalast von ca. 1260 für die Gründung einer königlichen Grabeskirche mit angeschlossenem Kloster. Gleichzeitig empfing Birgitta Birgersdotter Offenbarungen, in denen Gott ihr den Auftrag erteilte, einen neuen Klosterorden mit Sitz in Vadstena zu gründen. Letztendlich wurde Birgittas Vision zur Wirklichkeit, und Vadstena wurde das Mutterkloster des Erlöser- bzw. Birgittenordens.

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Rödtornet und Bergenstråhlska Haus. Foto: Bernd Beckmann

Kulturhistorische Gebäude

Vadstena hat viel von seiner mittelalterlichen Umgebung bewahrt. Das älteste Gebäude ist der Königspalast (heute Klostermuseum) aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, der gleichzeitig auch das älteste erhaltene Wohnhaus Schwedens ist. Im westlichen Teil der Stadt befindet sich das Rathaus, welches kurze Zeit danach entstand, als Vadstena im Jahre 1400 seine Stadtrechte erhalten hatte. Am Rathausmarkt sind Häuser aus allen Jahrhunderten von 1400 bis in die heutige Zeit vertreten. Zwischen dem alten Kloster und dem Schloss sind viele alte Gebäude erhalten, und auch im ehemaligen Hospitalsviertel hinter den Klostermauern sind große Teile der Bebauung erhalten geblieben.

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Väversunda Kirche. Foto: Bernd Beckmann

Kirchen und Klöster

Die mittelalterliche Klosterkirche überragt die Stadt und ist Vadstenas wichtigste Landmarke. Sie wurde 1384 bis 1430 nach den Vorgaben der Hl. Birgitta erbaut: schlicht, demütig und stark.

In der Ebene vor den Toren Vadstenas befinden sich weitere mittelalterliche Kirchen, von denen Herrestad (1112), Örberga (1116) und Hagebyhöga (1120) zu den ältesten Kirchen Schwedens gehören.

Des Weiteren befinden sich in der Gemeinde Vadstena zwei aktive Klöster, das der Birgittaschwestern (Pax Mariae) und das der Mariatöchter (Kloster des Hl. Herzens) am Omberg sowie weitere Kirchenräume und freikirchliche Kirchen.

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Borghamn, Innenhafen, 1935. Foto: Digitalt museum

Baudenkmal Borghamn

Das Gebiet am Fuße des Ombergs, das in der Regierungsverordnung zum Denkmalschutz vom 28.01.1993 als „Borghamnschule“ („Byggnadsminnet Borghamnskolan“) bezeichnet wird, ist der größte und älteste denkmalgeschützte Bereich Vadstenas mit industriellem Hintergrund. Neben 22 Gebäuden sind auch der gesamte Hafen, der Bockakyrkogården mit der umgebenden Weidelandschaft mit Eichenbestand und die Hundegräber am Eingang zu Borghamn Strand denkmalgeschützt.

Borghamn wurde von der Göta-Kanalgesellschaft 1810–1827 gegründet und war 1842–1894 Gefängnis und Arbeitsstation unter der Regie des Arbeitskorps der Krone.

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Pers sten. Foto: Bernd Beckmann

Omberg

Der Omberg liegt in Östergötland am Ufer des Vätternsees. Bei diesem Berg handelt es sich um die artenreichste Waldlandschaft Schwedens mit vielen seltenen Naturmilieus. Der wackere Buchenwald am Hang zum Vättern, die Rieseneichen in der Weidelandschaft und die bunten Mähwiesen sind nur drei Beispiele.

Ein kilometerlanges Steilufer prägt in großem Maße die Landschaft (alt. den Berg). Besucher können die fantastische Aussicht vom Hjässan – Ombergs höchstem Punkt – genießen, zwischen Rieseneichen und mehr als hundertjährigen Tannen wandern oder sich in Ombergs Kalkmooren von schönen Orchideen bezaubern lassen.

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Wegweiser - Foto: Bernd Beckmann

Borghamn

Borghamn ist der größte Ort in Vadstenas südlichem Gemeindeteil. Letzterer wird oftmals als Dal oder Östgöta Dal bezeichnet. Dals härad (dt.: Harde), war ein Rechtskreis, den im Mittelalter die kleinen Kirchengemeinden Väversunda, Rogslösa, Källstad, Herrestad, Örberga, Nässja und zeitweilig auch St. Per und Strå bildeten. Viele Jahre war Västerlösa Gård am heutigen Ortseingang in Borghamn Wohnsitz des Häradhauptmannes.

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Schilf am Tåkern. Foto: Jim Löfgren

Tåkern

Der Vogelsee Tåkern liegt im Südwesten der Ebene Östergötlands, direkt östlich des berühmten Omberg und des Vätternsees. Er ist einer von Europas bedeutendsten Brut- und Rastplätzen für viele Vogelarten. Bis zu 270 Arten wurden hier gezählt, und ungefähr 120 Arten haben hier ihre Brutplätze. Der Tåkern und seine angrenzenden Umgebungen sind als Naturschutzgebiet (54 km²) ausgewiesen und als sogenanntes Ramsar-Gebiet nach dem europäischen Abkommen über Feuchtgebiete gelistet.

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